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in der Rubrik Familie und Haushalt

Beitrag Ressourcenschonend waschen: So einfach geht’s!

Ressourcenschonend waschen: So einfach geht’s!

Ressourcen sparen und am Ende trotzdem saubere Wäsche haben, geht das überhaupt? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Wer beim Waschen darauf achtet, Wasser, Energie und Waschmittel sinnvoll einzusetzen, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

Volle Ladung

Waschmaschinen arbeiten besonders sparsam, wenn ihre Kapazität optimal ausgenutzt wird. Bei normaler Koch- und Buntwäsche sollte die Trommel deshalb möglichst voll beladen werden. Das bedeutet, dass so viel Wäsche in die Waschtrommel gegeben wird, bis oben gerade noch eine Handbreit Platz bleibt.

Doch Vorsicht, solch eine volle Beladung ist nicht bei jedem Waschgang eine gute Idee. Bei empfindlicher Wäsche (z. B. bei Textilien aus Seide oder Wolle) sollte die Beladungsmenge deutlich geringer ausfallen. Welche Beladungsmengen für welche Textilien geeignet sind, unterscheidet sich dabei je nach Modell. Es ist daher sinnvoll, einen Blick in die Gebrauchsanweisung der eigenen Waschmaschine zu werfen.

Waschmittel richtig dosieren

Viel hilft viel?! Das gilt sicher nicht, wenn es um die Dosierung von Waschmittel geht. Eine Überdosierung sorgt nicht für sauberere Wäsche, sondern verursacht nur höhere Kosten und belastet die Umwelt. Um unnötige Überdosierungen zu vermeiden, sollten deswegen die Herstellerangaben beachtet werden. Doch um diesen Angaben folgen zu können, müssen zunächst diese drei Größen bekannt sein:

1. Die Wäschemenge

Die Wäschemenge hat einen entscheidenden Einfluss auf die Dosierung des Waschmittels. Natürlich ist es ressourcensparender, bei regulärer Buntwäsche nur volle Waschmaschinen anzustellen. In der Praxis kommt es dennoch häufig vor, dass die eine oder andere Maschine nur zur Hälfte beladen wird. Dies sollte beim Dosieren des Waschmittels unbedingt berücksichtigt werden.

2. Der Verschmutzungsgrad

Für die richtige Dosierung des Waschmittels sollte immer auch der Verschmutzungsgrad der Wäsche berücksichtigt werden. Auf den Waschmittelverpackungen werden die Dosierungsangaben deswegen für leicht bis sehr stark verschmutzte Wäsche angegeben.

Als leicht verschmutzt gelten Kleidungsstücke, die keine erkennbaren Verschmutzungen oder Flecken aufweisen. Die Kleidungsstücke können aber zum Beispiel durch das Tragen den Körpergeruch angenommen haben. Hierzu gehören unter anderem Sommer- und Sportbekleidung (wenige Stunden getragen), T-Shirts, Hemden und Blusen (bis zu einem Tag getragen) sowie Gäste-Bettwäsche und -Handtücher (einen Tag benutzt).

Normal verschmutzte Wäsche zeigt dagegen schon sichtbare Verschmutzungen und/oder wenige leichte Flecken. Passende Beispiele hierfür sind zum Beispiel T-Shirts, Hemden oder Blusen, welche bereits mehrfach getragen wurden oder durchgeschwitzt sind. Außerdem fallen Handtücher, Bettwäsche (bis zu einer Woche benutzt), Unterwäsche (einen Tag getragen) und Gardinen ohne Nikotinverschmutzungen (bis zu einem halben Jahr in Gebrauch) in diese Kategorie.

Stark verschmutzte Wäsche zeichnet sich durch deutlich erkennbare Verschmutzungen und/oder Flecken aus. Dies sind zum Beispiel benutzte Geschirr- und Küchenhandtücher, Stoffservietten, Babylätzchen oder mit Gras und Erde verschmutzte Kinder- oder Sportkleidung. Auch im Haushalt waschbare Berufskleidung wie Schlosseranzüge oder Bäcker- und Metzgerkleidung fällt in diese Kategorie.

Sehr stark verschmutzte Wäsche kommt im normalen Haushalt dagegen eher selten vor. Es ist deswegen nicht ratsam, bei stark verschmutzter Wäsche gleich auf die Dosierung für sehr stark verschmutzte Wäsche zu wechseln. Die Wäsche wird so nicht sauberer, lediglich das Waschmittel wird schneller aufgebraucht.

3. Die Wasserhärte

Ist das Wasser im eigenen Haushalt weich oder vielleicht doch eher hart? Wer gerade keine Antwort auf diese Frage parat hat, kann ganz einfach auf der Internetseite des örtlichen Wasserversorgers vorbeischauen. Dort finden sich die entsprechenden Angaben zur Wasserhärte.

Sind Wäschemenge, Verschmutzungsgrad und Wasserhärte bekannt, kann das Waschmittel gemäß der Dosierempfehlungen auf der Waschmittelpackung dosiert werden. Egal ob Pulver Granulat oder Gel: Die Mengenangaben werden dort meist in Millilitern angegeben. Das bedeutet, dass zum korrekten Dosieren keine Waage benötigt wird. Ein Messbecher mit Milliliter-Skalierung genügt. Solche Dosierhilfen befinden sich meist schon in oder an der Verpackung des Waschmittels. Alternativ sind Dosierhilfen aber häufig auch kostenfrei auf Nachfrage in den Geschäften erhältlich oder können direkt beim Hersteller bestellt werden.

Niedrige Temperaturen, weniger Energie

Ein hoher Anteil des Energieverbrauchs beim Wäschewaschen entsteht durch das Aufheizen der Waschlauge. Wird die Waschtemperatur reduziert, kann daher die Umwelt und der Geldbeutel geschont werden.

So kann leicht verschmutzte Oberbekleidung, wie zum Beispiel T-Shirts, Hosen, Blusen, Hemden oder Pullover, in vielen Fällen auch bei 30°C gewaschen werden. Hierbei sollten Flecken allerdings gezielt vorbehandelt werden.

Manchmal muss es bezogen auf die Temperatur aber doch etwas mehr sein. Damit sich in der Maschine keine Bakterien ausbreiten, sollte etwa einmal pro Monat ein Waschgang bei 60°C und mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel erfolgen. Das passt gut, denn für manche Wäschestücke sind niedrige Temperaturen aus hygienischen Gründen ohnehin keine gute Idee. Das gilt unter anderem für Handtücher, Unterwäsche, Putzlappen, Geschirrhandtücher oder Bettwäsche. Sie sollten, sofern das Material es verträgt, bei 60°C mit Voll- oder Colorwaschmittel gewaschen werden.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Personen mit bestimmten Allergien, ansteckenden Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem im Haushalt leben. Auch hier kann es notwendig sein, die Wäsche bei höheren Temperaturen zu waschen. Ob dies notwendig ist, kann im Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin abgeklärt werden.

Kurzwaschprogramm: Kurz gleich sparsam?

Diese Rechnung geht leider nicht auf. Das Kurzwaschprogramm einer Waschmaschine ist so konzipiert, die Wäsche in möglichst kurzer Zeit zu reinigen. Damit dies funktioniert wird aber deutlich mehr Wasser und Energie benötigt.

Wer Wasser und Energie sparen möchte, sollte stattdessen lieber das Eco-Programm auswählen. Das dauert zwar länger, ist dabei aber sparsamer in Bezug auf den Energie- und Wasserverbrauch.

Eco-Programm: Sparsam trotz längerer Laufzeit

Es mag vielleicht paradox klingen, doch beim Eco-Programm werden Energie und Wasser durch die längere Laufzeit eingespart. Der Motor einer Waschmaschine verbraucht im Vergleich zum Heizelement nur ein Bruchteil an Energie. Dass der Motor beim Eco-Programm länger arbeiten muss, ist deswegen kein Problem.

Viel wichtiger in Bezug auf den Energieverbrauch ist das Erhitzen der Waschlauge. Beim Eco-Programm wird die Wäsche bei niedrigeren Temperaturen gewaschen, wodurch Energie eingespart wird. Zusätzlich wird ganz gezielt weniger Wasser in die Trommel geleitet, um so weniger Flüssigkeit erwärmen zu müssen. Dadurch wird der Energieverbrauch noch weiter gesenkt.

Das Waschmittel kann durch die längere Laufzeit außerdem besser einwirken. So wird die Wäsche beim Eco-Programm auch mit weniger Wasser- und Energieverbrauch richtig sauber.

Wäsche richtig trocknen

Nach dem Waschen muss die Wäsche natürlich wieder getrocknet werden. Und auch hier lässt sich mit den folgenden Tipps Energie einsparen:

Hohe Schleuderdrehzahl

 Damit die Wäsche schnell trocknet, sollte sie bereits möglichst trocken aus der Waschmaschine kommen. Bei robusten Textilien sollte deswegen eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl (Richtwert 1.400 Umdrehungen pro Minute) ausgewählt werden. Die höhere Schleuderdrehzahl sorgt dafür, dass weniger Wasser in der Wäsche verbleibt, weswegen beim anschließenden Trocknen im Trockner weniger Energie benötigt wird.

Trockner richtig reinigen

Wird ein Trockner verwendet, sollten regelmäßig alle Siebe gemäß der Bedienungsanleitung gereinigt werden. Wird hierauf nicht geachtet, kann die Trocknungsdauer und der Energieverbrauch ansteigen.

Bewusst auf den Trockner verzichten

Nicht jede Waschladung muss unbedingt in den Trockner wandern. Oft reicht es nach dem Waschen aus, die Wäsche ganz normal aufzuhängen und so zu trocknen. Die Wäsche sollte dabei möglichst im Freien oder in einem unbeheizten und gut belüfteten Raum getrocknet werden.

Noch mehr Tipps rund ums Wäschewaschen

Wie wird Wäsche richtig sortiert? Welches Waschmittel eignet sich für welche Textilien? Und welches Waschprogramm ist das richtige? Weitere Grundlagen und praktische Tipps finden Sie in unserem Artikel Wäsche richtig waschen - Grundlagen für saubere und langlebige Kleidung“.