Beitrag Umzug an Ausbildungs- oder Studienort: Erst- oder Zweitwohnsitz anmelden?

Umzug an Ausbildungs- oder Studienort: Erst- oder Zweitwohnsitz anmelden?

Für viele junge Leute beginnt in der nächsten Zeit eine Ausbildung oder ein Studium. Häufig ist das mit einem Umzug in eine WG oder erste eigene Wohnung am entsprechenden Ausbildungs- oder Studienort verbunden. Nach jedem Umzug muss man sich innerhalb von 14 Tagen bei der neuen Gemeinde anmelden. Nicht selten geht dann ein Anruf bei den Eltern voraus: „Soll ich mich mit Erst- oder Zweitwohnsitz anmelden?

Dann folgt vielleicht die Antwort“…melde dich doch mit Zweitwohnsitz an und bleib mit dem Erstwohnsitz noch bei uns gemeldet“. Leider kann diese Antwort teuer werden. Es gibt nämlich unzählige Städte und Gemeinden, die eine sogenannte Zweitwohnsitzsteuer erheben. Daher ist es unbedingt ratsam, sich am besten schon vor dem Einzug, auf der Homepage der Gemeinde oder Stadt zu erkundigen, ob und wieviel Zweitwohnsitzsteuer zu bezahlen ist. Dies kann nämlich jede Gemeinde selbst festlegen. Ebenso kann die Gemeinde bestimmen, ob die Steuer nur auf eine komplette Wohnung oder auch auf WG-Zimmer erhoben wird. Im Schnitt liegt die Zweitwohnsitzsteuer zwischen 10-15% der Jahresnettomiete (also der Miete nach Abzug von Heiz- und Nebenkosten), mit Abweichungen nach oben oder unten. Zum Beispiel kommen so bei einem Steuersatz von 10% und einer Kaltmiete von € 400,- pro Monat (was einer Jahresnettomiete von € 4.800,- entspricht) € 480,- Zweitwohnsitzsteuer pro Jahr zustande.

Fazit: Wird eine Zweitwohnsitzsteuer erhoben, sollte man sich unbedingt mit dem Hauptwohnsitz am neuen Ausbildungs- oder Studienort anmelden. Dem guten Kontakt zur alten Heimat sollte das übrigens keinen Abbruch tun.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Verbraucherberatungsstellen des DHB-Netzwerk Haushalt.

Newsletter abonnieren

des DHB – Netzwerk Haushalt, Landesverband Hessen e. V.