Beitrag Pflicht zur Mehrwegverpackung und die Alternativen

Pflicht zur Mehrwegverpackung und die Alternativen

Gastronomische Betriebe, die Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, müssen seit Jahresbeginn neben Einweg- auch Mehrwegverpackungen dafür anbieten.

Die Umsetzung wird bisher aber kaum kontrolliert und bereitet Probleme, weil die Betriebe unterschiedliche Mehrwegsysteme anbieten. Ausnahmen gelten für kleinere Geschäfte mit maximal fünf Beschäftigten. Dort müssen die Kunden allerdings die Möglichkeit bekommen, eigene Behälter befüllen zu lassen.

Ob die Kunden davon Gebrauch machen, entscheiden sie selbst. Aufgrund der hohen Nachfrage an Essen und Getränken „To-go“ und der sich daraus ergebenden Umweltbelastung, lohnt es sich aber auf Mehrwegbehältnisse umzusteigen. Einwegbehältnisse aus Plastik werden energieaufwändig aus fossilen Rohstoffen hergestellt und nach sehr kurzer Nutzungszeit wieder entsorgt.

Außerdem enthalten Einwegverpackungen oft Schadstoffe, die an die Lebensmittel abgegeben werden können und schon bei ihrer Herstellung für die Umwelt bedenklich sind. Darunter befinden sich auch Verpackungen aus Pappe oder Papier, die mit Fluorchemikalien, sogenannten PFAS, wasser- und fettabweisend gemacht werden. Diese Fluorchemikalien können jedoch nicht abgebaut werden und verbleiben als „ewige Gifte“ dauerhaft in der Umwelt. Viele dieser mehr als 4700 verschiedenen Substanzen sind außerdem gesundheitsschädlich und können sich im menschlichen Körper anreichern. Auch in Einweggeschirr aus Zuckerrohr, das als kompostierbar beworben wurde, befanden sich diese Chemikalien.

Daher ist Mehrweggeschirr, ob als Pfandgefäß oder selbst mitgebracht, immer die bessere Wahl. „Nutzen Sie möglichst eigene Behälter aus Edelstahl, Glas oder auch Kunststoff“, rät Christiane Askari von der DHB-Verbraucherberatung in Limburg. Kunststoff ist nicht grundsätzlich schlecht, wenn er für Lebensmittel geeignet ist und keine Schadstoffe abgibt. Das ist z.B. bei Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) der Fall.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der DHB-Verbraucherberatung oder unter den folgenden Quellen:

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/chemie_pfas_verpackungscheck.pdf


https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/oft-schadstoffe-in-fast-foodverpackungen-unbedenkliche-alternativen-61150

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